Das Haus der Zukunft
Bill Gates ist der Erfinder von Windows, dem weltweit erfolgreichen Computerbetriebssystem. Bill Gates ist 13 Jahre lang der finanziell reichste Mann der Welt gewesen und rangiert in der Liste der Reichsten noch immer weit oben. Und Bill Gates baute sich das Haus der Zukunft.
Cyberhome
Das Haus von Bill Gates befindet sich am Ufer des Lake Washington. Es handelt sich um eine Villa, die äußerlich nicht besonders außergewöhnlich wirkt. Natürlich handelt es sich um eine Luxusvilla und jeder weniger verdienende würde sich schon gleich über ein solches Haus freuen, doch, was das Haus eigentlich zu einem ganz besonderem Gebäude macht, ist die Innenausstattung.
Das Erbauen des Anwesens kostete rund 50 Millionen Dollar. Die Elektronik verschlang mindestens ebenso viel. In der Empfangshalle befinden sich 24 in die Wand eingelassene Bildschirme, die einzeln und gemeinsam funktionieren, so dass man auch größere Bilder über mehrere Schirme hinweg abbilden kann. Das Highlight der Elektronik stellt die Steuerung durch Mikrochips da, die jeder Besucher trägt. Anhand des Chips erkennt das System des Hauses, um wen es sich handelt und kann auf die Person mit den einprogrammierten Vorlieben reagieren. Im Haus befindet sich eine Steuerkonsole, mit der man seine Wünsche eingeben kann, dadurch weiß Cyberhome beispielsweise, welches Licht, welche Musik und welche Bilder man mag und reagiert darauf. Wenn Gates selber einen Raum betritt, sollen demnach Werke von Matisse und Renoir auf den Bildschirmen abgebildet werden. Cyberhome hat unzählige Kunstwerke und Klänge gespeichert, so dass den Wünschen des Nutzers kaum Grenzen gesetzt sind. Sehr schön ist auch die Funktion, dass die Lichter im Haus nur bei Bedarf angeschaltet werden. Wenn also jemand einen Gang entlang geht, schaltet Cyberhome die Lichter vor der Person an und hinter der Person wieder aus. Außerdem werden auch die bevorzugte Raum- und Badetemperatur der Nutzer gespeichert, damit das Haus auch entsprechend reagieren kann.
Technik für daheim
Nicht jeder hat ein paar Milliarden auf der hohen Kante liegen und baut sich damit schnell mal ein futuristisches Eigenheim, wie Bill Gates es sein Eigen nennt. Es gibt jedoch mittlerweile einige technische Raffinessen, die sich auch günstig besorgen lassen. Die Technologie die im Cyberhome genutzt wird, wird auch erschwinglicher. Nehmen wir zum Beispiel digitale Bilderrahmen. Solche waren vor zehn Jahren kaum erhältlich, kosten heute je nach Größe bereits nur noch 30 Euro. Statt der bekannten Clapper, die besonders in den Neunzigern durch amerikanische Serien bekannt worden, kann man sich mittlerweile auch schon Computerchip-gesteuerte Geräte für daheim besorgen. Man muss mit dem Chip zwar noch über eine Scanfläche, damit die vorher festgelegten Programme ausgeführt werden, aber schon das war vor wenigen Jahren noch reine Zukunftsvorstellung für mittelständische Haushalte. Die Zukunft hat begonnen, es ist nur die Frage, wann wir alle mitmachen.