Die asiatische Wohnkultur
Den einen geht er schon gehörig auf den Zeiger, während die anderen immer noch nicht genug von diesem Einrichtungsstil bekommen können. Asiatische Wohnkultur verheißt Schlichtheit auf gehobenem Niveau. Die klaren Linien und Formen, die Geradlinigkeit, die leichten Materialien und das exotische Dekor werden von vielen Menschen sehr geschätzt. Andererseits wurde diese Form der Inneneinrichtung in den letzten Jahren vielleicht ein wenig zu exzessiv betrieben, so dass sich die Individualisten inzwischen nicht mehr mit dem „Asia-Stil“ anfreunden können. Oder ist diese Wohnkultur am Ende doch zeitlos? Und sehen Wohnungen in Asien tatsächlich so aus?
Sein und Schein
Der Begriff „Feng Shui“ löst bei vielen Menschen ein unwillkürliches Stöhnen aus. Es ist allerdings eine Tatsache, dass sich eine harmonische Inneneinrichtung positiv auf die menschliche Psyche auswirken kann und dass gerade der asiatische Stil nach Harmonie und Gradlinigkeit strebt. Minimalistisch, puristisch aber wohl akzentuiert werden die exotisch anmutenden Möbel arrangiert und so mancher Bewohner mag sich tatsächlich in einer derartigen Einrichtung wohler fühlen. Andererseits ist das wiederum eine Geschmacksfrage und auch nicht alle asiatischen Wohnungen sind genau gleich eingerichtet. Die dominierenden Farben dieses Wohnstils sind Schwarz, Weiß und Rot – was unweigerlich auch ein wenig an Japan erinnert. Tatsächlich ist der viertgrößte Inselstaat der Welt auch die Inspirationsquelle für das Gros des Asia-Dekors. Die bodennahen Tische, an die man sich ohne Stuhl setzt, sind beispielsweise in Ländern wie China gar nicht gebräuchlich. Gemusterte Tapeten oder knallbunte Wände sind bei diesem Stil nicht erlaubt. Durch Schlichtheit und Dezenz wird Stilsicherheit gewährleistet. Das kann natürlich auch ein bisschen langweilig wirken.
Ebenfalls inspirierend ist die afrikanische Wohnkultur.