Extravagante Wohnkultur mit afrikanischen Möbeln
Eine afrikanische Safari gehört für viele Menschen noch immer zu den bedeutendsten Urlaubszielen. Kein Wunder, schließlich beheimatet der Kontinent sehr viele Kulturen und Tiere, mit denen man nur sehr selten in Berührung gerät. Allerdings ist es möglich, sich den Hauch dieses Urlaubes auch nach Hause zu holen. Afrikanische Möbel wirken dabei recht exotisch und beinahe extravagant, verleihen dem Zimmer aber auch eine leicht wilde Note.
Nichts für Tierallergiker
Etwas oberflächlich ist es wohl, den Stil afrikanischer Möbel anhand ausgelegter Felle von Großkatzen zu bezeichnen. Allerdings ist dieses Element durchaus wichtig. Wenngleich sich niemand einen Löwen oder Jaguar auf den Teppich legen oder den Kopf eines Nashornes an die Wand hängen wird. Allerdings sind mit Fell bezogene Möbel keine Seltenheit. Der afrikanische Charakter ist sehr naturnah und somit auch animalisch. Ist das Leder für Sessel normalerweise vor der Verwendung von den Haaren befreit und gegerbt worden, so wird die Einheit aus Haut und Pelz bei dieser Stilrichtung nicht immer voneinander getrennt. Allerdings wird dazu in der Regel Rinderfell benutzt. Vorsicht gilt bei offensichtlichen Raubtierpelzen. Sie könnten illegal gewildert sein.
Dunkle Töne, massive Verarbeitung – Stil afrikanischer Möbel
Doch geht der Charakter afrikanischer Möbel weit über den Fellbezug hinaus. Meist werden massive Holzeinrichtungen gebaut, die sehr dunkel wirken. Ausschlaggebend ist dafür das verwendete Rohmaterial. Insbesondere die benutzten Wurzeln erscheinen rotbraun, wogegen viele Stämme weitaus dunkler und beinahe in ein tiefes Schwarz hineingehend aussehen. Dennoch verleiht diese Farbgebung dem Zimmer keinen drückenden oder sogar schweren Charakter. Viele der Räume wirken sehr wohnlich, weil die massiven Möbel und warmen Farben nicht übermäßig verwendet werden. Hierzu ist jedoch ein gutes Feingefühl nötig.
Schlanke Formen und deutliche Kontraste
Die Räume bekommen ihre leichte Aura vor allem dadurch, dass viele der afrikanischen Möbel sehr schlank entworfen werden. Sie mögen nicht unbedingt filigran aussehen, doch fehlt ihnen auch jedwede wuchtige Ausstrahlung. Zudem ergibt die dunkle Farbe der Schränke und Vitrinen idealerweise einen Kontrast zu dem hellen Leder oder Fell, welches für Sitze und Sofas genommen wird. Sind beide Seiten optimal ausbalanciert, erscheint das Zimmer angenehm eingerichtet. Die kleinen Verzierungen auf den Möbeln sind zudem ein Highlight bei den ansonsten sehr klaren und geraden Formen. In vielen Fällen sind jedoch die Ecken der Einrichtungsgegenstände abgerundet, was dem Ganzen zwar ein an sich hartes, allerdings nicht schneidendes Aussehen verleiht. Die Luft kann hierbei gut das Zimmer durchströmen, das Sonnenlicht wirkt erhellend. Die Möbel befinden sich in einer Kombination mit diesen Elementen und prägen den Raum auf ebenso wilde wie wohnliche Weise.