Antike Möbel: Wie man sie bekommt und was sie kosten
Auch beim Möbelkauf scheinen sich die Discounter vermehrt durchzusetzen. Sie liefern zwar weitgehend charakterlose, dafür aber sehr preisgünstige und modische Stücke. Doch nicht immer ist das gewollt. Denn ein weiterer Trend geht zu den antiken Möbeln. Sie erzählen meist ihre eigene Geschichte, die mitunter einige Jahrhunderte alt sein kann. Und das ist stets ein Grund mehr, dieses Mobiliar näher zu betrachten.
Das Rätsel des Alters antiker Möbel
Antike Möbel lassen sich nicht auf eine Epoche festlegen. Vielmehr handelt es sich dabei um Einrichtungsgegenstände unterschiedlichster Stilrichtungen und Zeitalter. Zwar werden mit der Antike meist die klassischen Kulturen Roms oder Griechenlands verbunden. Ist jedoch von antikem Mobiliar die Rede, so werden damit verschiedene handwerkliche und künstlerische Einflüsse umfasst. So gelten etwa der Barock, das Rokoko oder der Jugendstil zu den häufigsten Ausprägungen solchen Inventares. Doch auch simple Bauernmöbel können dazu zählen. Der Begriff der Antike ist hierbei somit eher allumfassend für altertümliche Gebrauchsgegenstände zu sehen. Ebenso für solche Dinge, die bereits benutzt wurden. Und das nicht selten von unterschiedlichen Generationen.
Auf die Herkunft achten
Ganz klassisch werden derartige Stücke durch die Erbschaft eines lieben Menschen erworben. So wird etwa eine kleine Truhe oder ein Schrank über Jahrzehnte in der Familie weitergereicht und reift alleine dadurch zu einer Besonderheit heran. Wem dieses Glück jedoch nicht beschieden ist, der kann antike Möbel aber ebenfalls kaufen. Allerdings ist hierbei Vorsicht geboten. Der Markt ist sehr breit gefächert. Aus beinahe jedem Zeitraum und jeder Kultur lassen sich Einrichtungen finden. Das lockt leider auch unseriöse Geschäftspraktiken auf den Plan. Nicht immer lässt sich erkennen, wie alt das Holz unter der Schicht von Lacken und Lasuren tatsächlich sein wird. Ebenso ist nicht immer sichtbar, wie renovierungsbedürftig das Stück ist oder wie oft daran bereits gearbeitet wurde. Der Kauf solcher Antiquitäten sollte daher Vertrauenssache sein und nicht ohne Vorwissen getätigt werden.
Ein interessantes Highlight
Im Gegensatz zu anderen Einrichtungsgegenständen lassen sich antike Möbel eigentlich mit sehr vielen anderen Stilrichtungen kombinieren. Gerade der deutliche Kontrast zwischen Moderne und Klassik verleiht dabei vielen Räumen ein interessantes Flair. Doch ermöglichen die altertümlichen Gegenstände auch miteinander eine gute Kombination. Etwa dann, wenn verschiedene Gegenstände einer Epoche das Gesamtbild abrunden. Allerdings ist es auch kein Stilbruch, Möbel aus unterschiedlichen Zeitaltern gemeinsam in ein Zimmer zu stellen. Machbar ist, was gefällt. Je mehr antikes Inventar in den Räumen steht, umso wärmer wirken diese durch die gesetzten Farben jedoch meist auch. Für eine leichte und unbeschwerte Atmosphäre sind solche altertümlichen Stücke daher nur bedingt geeignet.
