Orientalische Möbel: in einem Märchen aus tausend und einer Nacht
Einfach in die tiefen Sitzkissen fallen lassen. Dazu einen süßen Tee trinken und in Safran gebratenes Hühnchen essen. Die in Honig geschwenkten Datteln runden das Mahl ab. Anschließend wird die Lektüre aus tausendundeiner Nacht bei schönem Kerzenschein genossen, während der Wind sachte durch die Vorhänge haucht. Ein Erlebnis, das nach fernen Ländern klingt und dennoch auch in den eigenen vier Wänden stattfinden kann. Orientalische Möbel sind dafür die richtige Raumausstattung.
Fremde Begegnungen
Die Türkei, Iran oder Nordafrika – der Orient umfasst viele Länder. Ebenso den Nahen Osten und die arabische Welt. Er beinhaltet damit unterschiedliche Kulturen und Traditionen. Daneben auch Lebensweisen, die uns als fremd erscheinen mögen. Das häufig sehr warme Klima erfordert eine Anpassung an die Gegebenheiten. Zudem ist das Morgenland auch sehr religiös geprägt. Alle diese Einflüsse spiegeln sich in den Häusern und Möbeln, den Gärten und öffentlichen Anlagen wider. Dabei sind sie meist sehr schnell von anderen Stilrichtungen zu unterscheiden und erschaffen ein spezielles Flair, dem der Hauch der Fremde zukommt.
Orientalische Möbel – Es ist auch Gold, was da glänzt
Orientalische Möbel sind wie jene Einrichtungsgegenstände anderer Kulturen zunächst sehr häufig aus Holz gefertigt. Der Rohstoff kam sehr oft vor und ließ sich einfach verarbeiten. Gerade für die aufwendigen Verzierungen und Schnitzereien war das eine notwendige Voraussetzung. Doch ging der Orient bei seiner Stilprägung sehr viel weiter als es in anderen Gebieten denkbar gewesen wäre. So wurden kunstvoll geschmückte Fliesen auf Böden, Wänden und Decken befestigt und gaben den Räumen einen leicht kühlen Charakter. Ebenso wurden Metalle zur Veredelung der Oberflächen genutzt. Auch sie ließen sich sehr fein und künstlerisch gestalten. Nicht selten wurden zudem Edelmetalle wie Gold oder Silber für Verschläge, Schließelemente und ganze Flächen verwendet.
Die Einrichtung macht’s
Neben dem Mobiliar kommt diesem Stil jedoch eine bestimmte Dekoration zu. Orientalische Möbel können sich ansonsten nicht richtig entfalten. Gerade in der Kombination mit Einrichtungen anderer Kulturen können sie daher schnell unauffällig werden und verblassen. Wichtig ist es daher, auch die leuchtenden Gelb- und Rottöne in die Raumgestaltung einzubeziehen. Sie finden sich an den Wänden und Möbeln wieder. Samtene Stoffe, die möglichst weich und fließend erscheinen, schmücken die Möbel und Sitzkissen sehr vornehm heraus. Ein wichtiges Stilelement der orientalischen Möbel sind die großen Kerzen, die entweder auf dem Tisch stehen oder in Wandhaltern leuchten. Die Möbel wirken zudem eher flach und sehr bodennah. Sie sind reich verziert, ohne allzu verspielt zu wirken. Oft befinden sich kleine Aussparungen in dem Holz, die für eine Luftzirkulation auch innerhalb der Einrichtungsgegenstände sorgen sollen.